Welche Beleuchtungsarten gibt es?

Ratgeber

Licht ist Leben

Licht ist eine elementare Lebensvoraussetzung für Menschen, Tiere und Pflanzen auf unserem Planeten. Licht ist Lebensfreude.

Licht vertreibt die Dunkelheit und erhellt unsere Räume. Im ersten Buch Mose heißt es: „Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.“

Tatsächlich ist der Einzug des elektrischen Lichts in unsere Häuser noch gar nicht so lange her. Erst im Jahr 1879 erfand Thomas Alva Edison die Glühbirne und es sollte bis etwa in die 1940er Jahre dauern, bis Deutschland flächendeckend elektrisches Licht hatte. Die elementare Bedeutung des Lichts für den Menschen zeigt sich in allen Lebensbereichen und heute insbesondere in der Licht-Technologie (Lasertechnologien, Fotovoltaik etc.), in der Wissenschaft, speziell auch der Medizin (Röntgenstrahlen, Infrarotlicht, etc.), in Kunst, Religion und Kultur oder – uns allen bekannt – als Naturphänomen wie Regenbögen, Nordlicht, Gewitterblitzen oder Sonnenuntergängen.

Was wir über Licht wissen sollten

Mit der Glühbirne fing es an und heute sind wir bei den energieeffizienten LEDs (Licht emittierende Dioden) angelangt. Wir haben es dabei mit Begriffen wie Lux oder Lumen, mit Kelvin und dem RA-Wert zu tun. Was genau bedeuten diese Begriffe?

Lumen, darunter verstehen wir die Ergiebigkeit der Lichtquelle, die Helligkeit des Leuchtmittels. Viele kennen noch die veraltete Wattangabe. Wollte man Watt in Lumen umrechnen, so geschieht dies, indem man die Wattzahl mit zehn multipliziert (Wattzahl x 10 = Lumenwert). 

Lux hingegen gibt an, wie viel Licht auf eine Fläche fällt, mit welcher Intensität ein Raum erhellt wird. Für ein Schlafzimmer rechnet man beispielsweise 45 Lux, für ein Badezimmer 110 Lux, für die Ausleuchtung eines Schreibtisches 500 Lux.

Kelvin, das ist die Farbtemperatur des Lichtes, also von Kaltweiß bis Warmweiß. Je höher der Kelvinwert, desto kühler ist die Lichttemperatur: 

< 3.300 Kelvin bedeutet warmweißes Licht mit hohem Rotanteil, also kuschliges Licht für bspw. Wohn- oder Schlafzimmer.

3.300 bis 5.300 Kelvin bedeutet neutralweißes Licht, ideal zum Arbeiten, schafft eine sachliche Atmosphäre.

> 5.300 Kelvin bedeutet tageslichtweißes Licht mit hohem Blauanteil, strahlend hell, anregend, konzentrationsfördernd.

Zur besseren Orientierung: Eine Kerze hat etwa 1500 Kelvin, ein blauer Himmel 9000 bis 12000 Kelvin.

Der RA-Wert (Farbwiedergabeindex), der ebenfalls auf der Verpackung von Leuchtmitteln zu finden ist, sagt aus, wie naturgetreu die Farbe von Gegenständen mittels der Lichtquelle wiedergegeben wird. Der Höchstwert liegt hier bei RA=100 für die optimale Farbwiedergabe, er sollte 80 nicht unterschreiten. Diese Angabe ist beispielsweise hilfreich, wenn es um Licht in der Küche geht oder auch um Licht zum Schminken.

Welches Licht für welchen Zweck?

Beleuchtung dient ganz unterschiedlichen Zwecken. Man unterscheidet zwischen 

  • Primär- oder Grundbeleuchtung
  • Sekundär- oder Akzentbeleuchtung 
  • Funktionsbeleuchtung 
  • Orientierungsbeleuchtung 

direktem und indirektem Licht und etlichen mehr. Die optimale Lichtplanung ist neben der wohnraumgerechten Möblierung eine der wesentlichen Voraussetzungen für eine gelungene Inneneinrichtung. Mit der Primär- oder Grundbeleuchtung wird der Raum möglichst schattenfrei ausgeleuchtet. Die Grundbeleuchtung wird zumeist über eine Deckenbeleuchtung hergestellt. Dies geschieht zumeist entweder über einen einfachen Deckenanschluss, Schienensysteme oder aber über abgehängte Decken mit Einbauleuchten. Idealerweise ist die Grundbeleuchtung dimmbar.

Die Sekundärbeleuchtung setzt Akzente. Es geht darum, mithilfe des Lichts bestimmte Situationen im Raum zu betonen, etwa eine Bilderwand oder einen Couchtisch. Die Sekundärbeleuchtung soll darüber hinaus Stimmung in den Raum bringen, etwa durch eine gedämpfte indirekte Hintergrundbeleuchtung.

Unter Funktionsbeleuchtung hingegen versteht man jede Art von Beleuchtung, die eine Aufgabe erfüllt wie z. B. eine Schreibtischlampe oder Leuchten mit Bewegungsmelder. Orientierungslicht übernimmt die Aufgabe, für Orientierung im Raum, dem Treppenhaus oder Keller zu sorgen. Meist übernehmen dies kleine Lichter für die Steckdose, Wandleuchten oder neuerdings LED-Strips.

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