Kochfelder - welche gibt es und wie pflegt man sie?

Ratgeber

Welche Kochfelder gibt es und was zeichnet sie aus?

In diesem Beitrag erfahren Sie alles über die Besonderheiten der unterschiedlichen Kochoptionen und bekommen zusätzlich praktische Pflegetipps.

Treffpunkt Küche

Wenn die Küche das Herzstück des Hauses ist, so ist der Herd das Herzstück der Küche. Er macht diesen Raum überhaupt erst zum beliebten Treffpunkt. Rückzugsort für Hobbyköche, Backstube für Weihnachtsplätzchen, Lieblingsplatz zum Klönen und Quatschen – die richtige Kochstelle ist Treffpunkt und Arbeitsbereich zugleich! Wir stellen Ihnen hier die gängigsten Kochfelder vor.

Massekochfelder

Die so genannten Massekochfelder waren einst die Standardversion in Sachen Kochplatten. Ihre Oberfläche besteht meist aus Edelstahl, die darauf befindlichen Kochplatten sind aus Gusseisen gefertigt und werden durch so genannte Heizwendel erhitzt. Hier liegt auch schon der größte Nachteil dieser Kochfelder: die Energieeffizienz ist nicht sehr hoch. Es dauert sehr lange, bis sich die Platten auf die gewünschte Temperatur aufheizen. Um dieses Manko auszugleichen, kann man sich eine weitere Eigenschaft der Kochfelder zunutze machen: ihre gute Wärmespeicherung. Mit der gespeicherten Restwärme kann einfach „weitergekocht“ oder warm gehalten werden. Heute werden diese Platten gerne überall dort eingesetzt, wo an den Anschaffungskosten gespart werden soll.

Ceran- und Glaskeramik-Kochfeld

In die Fußstapfen des Massekochfeldes sind die Ceran- bzw. Glaskeramikmodelle getreten. Sie sind heutzutage Standard in den deutschen Küchen. Die Kochmulden sind – anders als beim Massekochfeld – nicht erhaben. Unterhalb der glatten Oberfläche befinden sich Heizkreise, Strahlungsheizkörper, die die jeweilige Kochzone erhitzen. Diese leuchten bei Inbetriebnahme rot auf, die Gefahr, sich aus Versehen an einer der Platten zu verbrennen, reduziert sich. In Sachen Stromverbrauch liegen die Kochplatten mit Wärmestrahlung weit vor den Massekochfeldern: Zügiges Erwärmen und reaktionsschnelle Temperaturregulierung sind die Vorteile dieser Kochfelder.

Exkurs: Ceranfeld

Was dem Taschentuch das Tempo ist, ist dem Glaskeramikkochfeld das Ceran. Mit anderen Worten: Mit der Zeit hat sich der geschützte Markenname CERAN® als Synonym für Glaskeramikkochfelder durchgesetzt. „Echte“ CERAN®-Produkte stammen immer von der Schott AG. Wichtig zu wissen: Auch ein Induktionsherd kann über eine CERAN®-Kochfläche verfügen. Der Begriff trifft lediglich eine Aussage über das verwendete Material der Platte, nicht jedoch über die Heizart.

 

Induktionskochfeld

Ähnlich und doch anders: das Induktionskochfeld ist ebenfalls mit einer Glaskeramik-Oberfläche ausgestattet. Die Heizart unterscheidet sich jedoch maßgeblich. Sie ist der Grund dafür, dass gesondertes Induktionskochgeschirr verwendet werden muss. Unter der Glasplatte befinden sich Spulen, die beim  Einschalten der Kochstelle ein elektromagnetisches Feld erzeugen. Das ferromagnetische Kochgeschirr wandelt diese Energie in Wärme um  – es erhitzt sich also nicht die Platte, sondern der Topf oder die Pfanne! Das Induktionsfeld macht die Stelle aus, an der der Topf steht, und leitet zielgenau die Energie weiter. Das Resultat: eine Top-Effizienz und somit ein vergleichsweise geringer Stromverbrauch. Ein weiterer Zusatzpunkt ist der Faktor Sicherheit. Da sich die Platten selbst kaum bis gar nicht erhitzen, gilt diese Kochfeldvariante als besonders kindersicher. In der Anschaffung sind Induktionskochfelder teurer als die anderen Modelle – der Beliebtheit scheint dies keinen Abbruch zu tun: sie sind mittlerweile führend am Markt!

Gas-Kochfeld

Nostalgie, Tradition und Gemütlichkeit sind die Attribute des Gasherdes. Die offene Flamme des Gas-Kochfeldes überzeugt mit Retro-Charme. Und zudem besteht dieses Modell auch den Faktencheck! Der Aufwärmungsprozess ist dank sofortiger Hitzebereitstellung sehr kurz, die Flamme lässt sich stufenlos kleiner oder größer einstellen und bei erzieltem Wunschzustand direkt ausschalten. Es kann also nichts nachträglich auf dem Kochfeld anbrennen. Gas-Kochfelder punkten demnach in Sachen Energieeffizienz und haben noch einen weiteren Vorteil: Es bedarf keines gesonderten Kochgeschirrs. Der Haken ist die Gasversorgung, die durch einen Hausanschluss oder eine Gasflasche erfolgt. Nicht jeder fühlt sich mit diesem Umstand wohl. 

Autarkes vs. herdgebundenes Kochfeld

Die Unterscheidung in autarke oder herdgebundene Kochfelder sorgt zunächst für Konfusion. Was genau ist denn damit eigentlich gemeint? Diese Bezeichnungen drücken aus, ob ein Kochfeld für sich alleine steht (autark) oder eben nur im Zusammenspiel mit dem Backofen (herdgebunden) verfügbar ist. Mittlerweile ist ein Herd mit dazugehörigem Kochfeld nicht mehr die Norm – Kochfeld und Backofen werden durchaus auch gerne getrennt voneinander verbaut. Diese Lösung erlaubt eine viel größere Flexibilität bei der Küchenplanung.

Pflegetipps für Kochfelder

Wie steht es um die Pflege der unterschiedlichen Kochfelder? Unsere Tabelle zeigt Ihnen alles Wichtige auf.

Kochfeld

Eigenschaften

Reinigungsfaktor

Utensilien

Massekochfeld

-        schnelles Anbrennen von Kochspritzern & Co.

hoch

-        Spülmittel und Schwamm

-        Ggf. Backofenreiniger

Glaskeramikkochfeld

-        leichtes Reinigen, dank glatter Oberfläche

-        robust

-        widerstandsfähig

-        hitzebeständig

niedrig

-        feuchter Lappen

-        Im Handel erhältlicher Spezialreiniger

-        Schaber bei hartnäckigen Resten

Gaskochfeld

-        Topfträger erschweren gründliche Reinigung

-        abnehmbare, flache Topfträger sind spülmaschinenfest

-        Vorsicht geboten mit den Brennern

hoch

-        fettlösendes Reinigungsmittel und Lappen

-        Brenner mit Wasser und Schwamm reinigen, gut trocknen lassen

Induktionskochfeld

-        leichtes Reinigen, dank glatter Oberfläche

-        robust

-        widerstandsfähig

-        hitzebeständig

niedrig

-        feuchtes Tuch