Alles über Eichenholz

Ratgeber

Ein Baum schreibt Geschichte

kein Baum ist so eng verwoben mit der deutschen Historie wie die Eiche.

Ihren Rohstoff, das hochwertige Eichenholz, findet man seit Generationen in hiesigen Haushalten. In diesem Beitrag geben wir Ihnen allerlei Wissenswertes rund um das Thema Eichenholz an die Hand.

Ein Holz mit Tradition

Kaum ein Baum hat in der Symbolik der Deutschen so tiefe Wurzeln geschlagen wie die Eiche. Ein unsichtbares Band verknüpft den majestätischen Baum mit diesem Land. Dies geht in erster Linie zurück auf den Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock, der die Wortkombination „deutsche Eiche“ synonym für Deutschland verwendete und die Eiche somit quasi zum Nationalbaum erhob. Kaum erstaunlich, dass seine Wahl auf die Eiche fiel, denn diese Baumgattung ist besonders standhaft. Die Lebensdauer einer Eiche kann bis zu dreißig Generationen betragen. Einige Eichen wachsen zu phänomenalen Gebilden mit einem Stammumfang bis zu elf – oder sogar mehr – Metern heran. Begriffe wie Kraft, Härte, Unsterblichkeit, aber auch Weisheit werden mit der Eiche assoziiert. Viele deutsche Wappen bilden daher seit dem 18. Jahrhundert diesen Baum, seine markanten Blätter oder seine Frucht, die Eichel, ab.

Doch nicht nur in der deutschen Geschichte begegnet uns die Eiche – auch heute noch können wir sie allerorts entdecken. Denn der sommergrüne Baum ist der zweithäufigste Laubbaum hierzulande. Seine Frucht, die Eichel, fällt im Herbst ab und ist bei Wildtieren ein beliebtes Futter.

Was wird aus Eichenholz hergestellt?

Das Holz der Eiche zählt zu den Harthölzern. Unter diese Rubrik fallen alle Hölzer, deren Fasern eine besonders hohe Dichte aufweisen. Diese Harthölzer sind in der Regel äußerst langlebig und können über Jahrhunderte hinweg im Gebrauch sein. Sie sind zudem sehr widerstandsfähig und wetterfest. Das robuste Eichenholz stellt seine robuste Beschaffenheit in so manchem Anwendungsbereich unter Beweis: etwa in der Verwendung als Eisenbahnschwelle oder im Schiffbau.

Deutlich gängiger ist die Verwendung der Bausubstanz jedoch rund ums Haus:

  • Treppen
  • Türen
  • Fensterrahmen
  • Parkettböden
  • Möbel 

und vieles mehr wird aus dem strapazierfähigen Holz gefertigt.

Wein-Fans hingegen schätzen die Eiche aus einem ganz anderen Grund, denn Eichenfässer prägen maßgeblich die Aromaentwicklung dieses Genussmittels. 

Was ist antike Eiche?

Häufig liest man von antiker oder historischer Eiche. Einige Unternehmen haben sich darauf spezialisiert alte Eichenholzmöbel, Träger, Pfosten, Bretter und ähnliche historische Baustoffe aus Eichenholz zu bergen oder aufzukaufen. Meist stammen diese antiken Hölzer aus dem südosteuropäischen Raum. Interessierte Kunden können sich diese Althölzer, die oft weit über 100 Jahre alt sind, individuell aufbereiten lassen. So entstehen Möbelunikate mit ganz eigenem Charme und Charakter, deren Holz viele Geschichten zu erzählen hat.

Der richtige Umgang mit Eichenholz

Wir haben für Sie ein kleines Glossar zusammengestellt, in welchem wir die gängigsten Fragen rund um die Verarbeitung und Pflege von Eichenholz beantworten. 

Abflammen

Eichenholz wird dann abgeflammt, wenn das Holz „auf Alt“ gemacht werden soll. Durch diese Technik wird das Holz nachgedunkelt – aus neuem Holz mach optisch antikes Holz – lautet die Devise. Achten Sie bei diesem Vorgang bitte darauf, dass das Holz unbehandelt ist, bzw. tragen Sie alte Lacke oder Farben ab, ehe Sie das Holz abflammen. Übung macht hier den Meister – oft ist es allerdings ratsam, dies dem Fachmann zu überlassen, denn schnell kann der Laie am Ergebnis vorbeizielen und das Holz schädigen. 

Ablaugen 

In den Fachforen wird eher davon abgeraten, Eichenholz mit Lauge zu behandeln. Müssen Sie also Lacke oder Beize entfernen, dann ist der Griff zum Schleifgerät der bessere Weg.

Beizen

Beizen ist eine Oberflächenbehandlung mit dem Ziel, den Farbton zu verändern. Eichenholz eignet sich gut, um gebeizt zu werden. Bürsten Sie das zu behandelnde Holz vor dem Beizen gründlich ab. Fertigen Sie eine Probe an – jedes Holz hat seine ganz individuelle Farbe und Maserung. Um das Wunschergebnis zu erzielen, sollten Sie an einem Testholz üben, bis Sie das optimale Ergebnis erzielen. Nach dem Beizen sollte das Holz auch immer mit einer zusätzlichen Schutzschicht überzogen werden.

Bürsten

Mit der Technik des Bürstens wird die natürliche Holzstruktur stärker hervorgeholt. Meist nutzt man für diesen Vorgang Drahtbürstenaufsätze sowie Kunststoffbürsten. Eichenholz lässt sich hervorragend bürsten. 

Bleichen 

Während Abflammen und Beizen das Eichenholz dunkler machen, bietet Bleichen die Möglichkeit, das Holz aufzuhellen. Eichenholz kann problemlos gebleicht werden. Üblicherweise kommen dazu Bleichmittel zum Einsatz wie Wasserstoffperoxid.

Biegen

Eichenholz zählt zu den Hölzern, die sich gut biegen lassen. Das gängigste Verfahren, um starre Hölzer in ihrer Form zu verändern, ist der Einsatz von Wasserdampf. Jedes Holz kann nur zu einem gewissen Grad gebogen werden und das Verfahren erfordert viel Know-how und Geschick. 

Einölen

Um Ihr unbehandeltes Eichenholz zu pflegen und zu schützen, empfiehlt sich das regelmäßige Einölen des Möbelstücks. Durch das Holzöl wird die natürliche Schönheit des Holzes bewahrt. Insbesondere bei Gartenmöbeln gilt: Sobald die Farben beginnen zu verblassen oder sich rau anfühlen, ist es wieder Zeit für eine frische Öl-Kur. 

Lackieren

Vor dem Lackieren des Eichenholzes müssen Sie das Holzstück zunächst abbeizen oder abschleifen und alle potenziellen Oberflächenbehandlungen entfernen. Reinigen Sie das Holz und „wässern“ Sie es. Das geht am besten mit einem gut ausgedrückten Tuch. Lassen Sie das Holz erst ordentlich trocknen, ehe Sie den Lack Ihrer Wahl auftragen.

Reinigen

Grundsätzlich gilt bei Eichenholz – wie für fast alle Hölzer – eine Grundregel: Niemals nass behandeln, immer nur feucht und nach dem Abwischen bitte das Holz trocknen. Wenn Sie das Holz mit einem feuchten Tuch reinigen, dann mit dem Tuch immer in Richtung der Maserung arbeiten. 

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