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Kräuter richtig pflanzen

Mit frischen Kräutern zu kochen ist mittlerweile ein Luxus, den sich immer mehr Menschen gönnen.

Heute erfahren Sie alles zum Thema Kräuter und deren Pflege. In jedem Supermarkt werden inzwischen nicht nur die Küchen-Klassiker wie Petersilie und Basilikum angeboten. Auch etwas ausgefallenere Kräuter wie Koriander oder Zitronenverbene werden immer beliebter.

Wer also gerne und viel mit Kräutern kocht, wird sich sicherlich schon einmal gefragt haben, ob es nicht besser wäre, die Kräuter einfach selber anzupflanzen. So ließe sich nicht nur die Küche oder der Balkon durch Kräutertöpfe neu gestalten, es wäre vor allem jederzeit frisches Grün für die Küche parat. 

Kräutervielfalt

Und die gute Nachricht ist: Auch wer keinen grünen Daumen hat, kann problemlos selber Kräuter anpflanzen. Sicher, ein paar Tipps und Tricks gilt es zu beachten. Aber dann steht dem frischen Kräutergenuss nichts mehr im Wege!

Zunächst sollte eine ganz grundsätzliche Frage geklärt werden. Welche Kräuter aus der großen Kräutervielfalt möchte man für die eigene Küche verwenden? Wer klassisch kocht, der wird vermutlich zu Kresse, Petersilie, Minze oder Pimpinelle tendieren. Fans der italienischen Küche setzen eher auf Basilikum, Majoran, Oregano, Salbei oder Thymian.

Standort für Kräuter

Die nächste entscheidende Frage ist die nach dem Standort. Kräuter brauchen zwar nicht viel Platz, aber in der Regel ein sonniges Plätzchen mit viel Licht. Je sonniger, desto besser. Es gibt allerdings auch Kräuter, wie Schnittlauch, Petersilie und Kresse, die auch lichten Schatten gut vertragen. Hier sollte beim Kauf der jeweiligen Samen oder der Pflanze geprüft werden, welche Begebenheiten die Pflanze bevorzugt. Die Experten in unserem hauseigenen Gartencenter “Home & Garden” beraten Sie gerne und können Ihnen genau sagen, mit welchen Kräutern Sie in Ihrer Wohnung besonders viel Freude haben werden.

Schließlich muss natürlich auch die Frage geklärt werden, ob die Kräuter auf einem Balkon oder einer Terrasse gepflanzt werden können, oder auf dem Fensterbrett gezogen werden. Nicht alle Kräuter eignen sich dafür innerhalb der Wohnung zu gedeihen. Als Faustregel gilt, dass gerade die sogenannten "kurzlebigen" Kräuter sich gut für den Innenraum eignen. Also Basilikum, Petersilie, Koriander und Dill - aber auch Keimlinge von Kresse, Radieschen oder Salatrauke. 

Gefäße aussuchen

Wer sich für eine Kräuterauswahl entschieden und den Standort gewählt hat, der kann sich an das eigentliche pflanzen und die Pflege der Kräuter machen. Dafür sollte zunächst die richtige Erde ausgewählt werden. In der Regel sind Kräuter relativ anspruchslos in Bezug auf den Boden. Es lohnt sich trotzdem, in Qualitätserde - Erde mit Zusatzstoffen wie Kompost oder Rindenhumus - zu setzen. So lässt sich dafür sorgen, dass der Nährstofffluss der Erde optimal verläuft.

Neben den handelsüblichen Terrakottagefässen lassen sich Kräuter aber auch etwas individueller in Szene setzen. So können die Terrakottagefässe nicht nur in schicke Übertöpfe gesteckt werden, sie lassen sich auch wunderbar in Holzkisten, gerne auch aus alten Weinkisten, verstecken und machen so optisch nochmal mehr her.

Wer den Gefäßen noch einen persönlichen Touch verleihen will, der kann sich kreativ austoben und die Töpfe selbst bemalen - mit grafischen Mustern, in kontrastierenden Farben oder in einem einheitlichen Stil. Hier gilt, wie überall in der Wohnung, "Erlaubt ist, was gefällt." Wichtig ist lediglich, dass die Wasserabzugslöcher am Boden des Gefäßes freiliegen.

Kräuter pflegen

Kräuter sind nicht sehr anspruchsvoll. Aber ein wenig Pflege brauchen sie natürlich schon. Generell gilt, dass es Kräuter lieber nicht zu feucht mögen. Wer 2-3 Mal die Woche mit bestenfalls abgestandenem Wasser gießt und dabei dafür sorgt, dass sich kein Wasser in den Gefäßen staut und es so zu nass wird, der macht eigentlich schon alles richtig. Wenn Sie Übertöpfe verwenden, sollten Sie nur darauf achten, dass sich dort am Boden kein Wasser ansammelt - denn so besteht die Gefahr, dass die Wurzeln regelrecht ertrinken. 

Auch was Düngung angeht, muss man bei Kräutern nicht viel investieren. Ein guter Tipp sind sogenannte Langzeitdünger, die bis zu sechs Monate ihre Wirkstoffe an die Erde abgeben. So muss man sich nicht um eine regelmäßige Düngung sorgen. Im Zweifel lassen Sie von einem unserer Fachleute in “Home & Garden” beraten.

Kräuterernte und Genuss

Stehen die Kräuter dann endlich an ihrem vorgesehenen Platz, kann es also losgehen. Der Kräutergenuss beim Essen. Die Ernte der grünen Blätter und Triebe ist bei Kräutern wie Petersilie, Basilikum, Liebstöckel und Borretsch ganz einfach: Zupfen Sie einfach die benötigte Menge an Blättern ab. Bei Kräutern wie Lavendel, Thymian, Rosmarin und Salbei können Sie auch die ganzen jungen Triebe abschneiden. Der Vorteil ist auch, dass diese dann verstärkt nachwachsen. 

Kräuter selber pflanzen ist also wirklich nicht schwer und lässt sich selbst auf kleinem Raum bewerkstelligen. Und mit frischen Kräutern lassen sich Gerichte nicht nur geschmacklich aufpeppen, sondern auch viele gesunde Vitamine aufnehmen. Außerdem sehen Kräuter auch einfach schön aus und riechen toll - ein Luxus, den sich jeder gönnen kann.