Marmor Möbel richtig pflegen

Ratgeber

Ein hübscher Marmortisch, das neue Aufsatzwaschbecken, die Wandfliesen

Ganz gleich wo sich der edle Naturstein in Ihren vier Wänden wiederfindet.

Eine Frage stellt sich jedem Marmor-Fan: Wie pflege ich das Gestein mit der vornehmen Maserung? Hier erfahren Sie alles rund um die Pflege von Marmor.

Marmor – exquisit und geschmackvoll

Seit der Antike ist Marmor ein beliebter Baustoff, denn der Schönheit des Natursteins kann man sich nur schwer entziehen. Kein Wunder also, dass sich das Gestein mit der charakteristischen Äderung an historischen Orten wie etwa der Akropolis nachweisen lässt. Aber auch im Kunstgewerbe wusste man den besonderen Stein zu schätzen: Aufgrund seines edlen Aussehens fand er vornehmlich Verwendung in der Bildhauerei. Statuen und Plastiken aus der Zeit des römischen Reiches sind frühe Beweise für den Einsatz von Marmor.

Die Nachfrage ist bis heute ungebrochen: Böden und Treppen werden heute noch mit Vorliebe aus dem noblen Kalkstein verlegt und gebaut. Marmor im eigenen Haus – diese Wahl zeugt immer von erlesenem Geschmack und einem hohen ästhetischen Bewusstsein. Doch worauf muss man achten, wenn man sich für Möbel aus Marmor oder Bauteile aus Marmor entscheidet?

Eigenschaften und Besonderheiten von Marmor

Marmor ist nicht gleich Marmor – das wertvolle Gestein unterscheidet sich in Farbe, Äderung, dem Härtegrad aber auch der Struktur, und somit gibt es ihn in vielen Qualitäten. Die berühmteste und luxuriöseste Qualität weist der Marmor aus der italienischen Region Carrara auf. In gut 400 Steinbrüchen werden an die 50 unterschiedlichen Marmore geschlagen und mir schwerem Gerät aus den Felswänden geschnitten. Sie weisen alle Farben auf: vom feinen Weißgrau bis hin zum eigensinnigen Gelbrot. Tatsächlich gibt es auch schwarzen Marmor.

Das Besondere an dem Kalkstein Marmor ist seine Beschaffenheit. Das Kalkgestein verfügt über die folgenden Eigenschaften:

  • Polierfähig: poliert man Marmor, so erhält er seinen einzigartigen Glanz
  • Wetterbeständig: bei Sonne und Regen hält Marmor stand; schwarzer Marmor kann jedoch nach einiger Zeit im Freien seine strahlende Farbe verlieren
  • Frostbeständig: aufgrund der kristallinen Beschaffenheit weist Marmor im polierten Zustand wenig Poren auf – das dichtet den Stein förmlich gegen Wasser ab und unterstützt die Frostbeständigkeit

Neben den positiven Eigenschaften ist es aber auch wichtig zu wissen, dass es noch weitere Eigenschaften gibt. So ist Marmor beispielweise nicht sonderlich säureresistent. Kommt der Naturstein in der Küche zum Einsatz – etwa als Mörser und Stößel – dann sollte Sie Folgendes beherzigen:

  • nutzen Sie keine starken herkömmlichen Spül- und Reinigungsmittel
  • bringen Sie den Marmor nicht in Kontakt mit Zitrusfrüchten oder Essig

Halten Sie sich an diese Empfehlungen, dann haben Sie lange Freude an Ihrem Küchenhelfer – und das ganze ohne, dass sich unschöne Flecken bilden.

Besonders wer sich dafür entscheidet im Badezimmer Marmor einzusetzen, der sollte bedenken, dass die Fliesen und Kacheln einmal jährlich mit der Poliermaschine poliert und anschließend versiegelt werden sollten. Diese Empfehlung hat ihren Grund! Pflegt man seine Badmöbel aus Marmor nicht regelmäßig, so riskiert man neben der Bildung von Wasserflecken auch die Entstehung von Abdrücken – etwa vom Messing-Zahnputzbecher oder von verschüttetem Make-up. Rostflecken auf Marmor sind keine Seltenheit und sogar auf einer ganz glatten Oberfläche nicht vollends auszuschließen.

Besser fegen als wischen

Die Faustregel im Umgang mit Marmor lautet: Trockenreinigung vor Feuchtreinigung. Bevor Sie dem Stein mit einem durchtränkten Lappen zu Leibe rücken, versuchen Sie lieber immer erst einmal mit einem Besen den Schmutz wegzufegen oder mit einem trockenen Tuch zu arbeiten. Ist die Verwendung von Wasser erforderlich, dann trocknen Sie die gewischten Stellen am besten direkt nach. Verwendete Putzmittel sollten stark mit Wasser verdünnt werden – und immer spezielle Reiniger für Steinböden sein. Sollte das Gestein beginnen seinen Glanz zu verlieren und allmählich stumpf zu wirken, dann hilft jedoch tatsächlich nur Nachpolieren oder Nachimprägnieren.