Deutschlands beliebtester Baum – was Sie schon immer über Fichten wissen wollten

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Was wären wir wohl ohne die Fichte?

Die bis zu 80 Meter hohen schlanken, immergrünen Nadelbäume werden häufig als „Brotbaum“ der mitteleuropäischen Forstwirtschaft bezeichnet.

Und das nicht ohne Grund. Rund 30 Prozent der Gesamtwaldfläche in Deutschland sind Fichtenbestände. Besonders gut gedeiht sie in den Höhenlagen der Alpen und Mittelgebirge. Genutzt wird Fichtenholz für die Papier- und Zellstoffherstellung, als Bau und Brennholz und eben auch für die Möbelherstellung. Und das wollen wir uns jetzt mal genauer anschauen.

Das Gute zuerst: Fichtenholz hat eine Menge Vorteile. Es ist günstig, wächst schnell nach, ist unglaublich vielseitig einsetzbar und hat als heimisches Holz eine gute Ökobilanz. Ferner wachsen Fichten in künstlich angelegten Schonungen auffallend gerade. Mehr noch, im unteren Bereich gibt es wenige Äste. Nicht unpraktisch für den Möbelbau, entfallen doch so die lästigen Astlöcher. Bei einer rund 60 Meter hohen Fichte kann die astfreie Fläche durchaus eine Länge von 25 Meter betragen. Da kann man schon das eine oder andere Brett draus sägen. Aus dem Baumarkt – viele Kanthölzer sind aus diesem Material – kennen Sie sicher auch den Grundton des Fichtenholzes: Er ist hell weißlich bis gelb-weißlich mit seidigem Glanz, wobei sich Kern- und Splintholz farblich nicht voneinander unterscheiden. Unbehandelt dunkelt es unter dem Einfluss von Licht nach und nimmt einen gelblichbraunen Ton an. Deutlich setzen sich die Jahrringe voneinander ab, wobei sich die Färbung vom hellen Frühholz zum dunklen Spätholz sichtbar ändert. Fichtenholz ist weich, sehr elastisch und hat ein geringes Gewicht.

Wie mit anderen hellen Hölzern, etwa der auch beliebten Birke, können Sie mit Fichtenholzmöbeln ganz prima den eigenen Wohnbereich angenehm hell und freundlich gestalten. Und das meist zu einem recht günstigen Preis. Klar, es kommt natürlich immer auch auf die Verarbeitung des jeweiligen Möbelstücks an, aber neben der heimischen Nähe kommt Ihnen im Vergleich zu anderen Hölzern auch das schnelle Wachstum dieses Nadelbaumes zugute. Ein schnell nachwachsender Rohstoff eben.

Massiv oder auch in Form von Holzwerkstoffen wird Fichtenholz für die beliebten Möbel und Innenausstattungen im skandinavischen Stil verwendet. Ansonsten wird es gern in Form von Rundhölzern, von Schnittholz wie Brettern und Brettschichthölzern und als Furnierholz verarbeitet. Darüberhinaus ist es das wichtigste Holz für die Herstellung von Holzwerkstoffen wie Leimholz, Sperrholz sowie Span- und Faserplatten.

Übrigens: Fichtenholz sieht nicht nur gut aus, sondern klingt auch sehr gut. Besonders gleichmäßig gewachsene Stämme aus dem Hochgebirge finden als Klangholz speziell für den Resonanzboden bei Tasteninstrumenten oder als Resonanzdecke bei Zupf- und Streichinstrumenten Verwendung.

Mit Musikinstrumenten können wir leider nicht dienen, aber unsere erstaunliche Kollektion an Fichtenmöbeln sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Wir beraten Sie gern.