Basics zum Gräsergarten

Garten

Die Poesie der Gräser

Viele Menschen schätzen das schlichte und anmutige Erscheinungsbild der Gräser ...

... und haben darum Ziergräser in ihrem Garten oder spielen mit dem Gedanken einen Gräsergarten oder ein Gräserbeet anzulegen. Die zarte Apartheid der Gräser, wenn sie sich leicht im Wind hin und her bewegen, das hat fast schon etwas Poetisches und wirkt außerordentlich entspannend auf den Betrachter. Der Nachteil der meisten Gräser liegt allein darin, dass sie lange brauchen, oft bis in den Juli hinein, um ihre ganze Pracht zu entwickeln. Um zu vermeiden, dass der Garten bis dahin karg und leblos wirkt, kombiniert man Gräser daher gerne mit Frühlingsblühern und Stauden.

Etwas zur Geschichte der Gräser

Gräser gehören zu den ältesten Pflanzen der Erde. Es gibt Gräser schon seit der Kreidezeit und sie werden grob unterschieden in Süß- und Sauergräser. Es gibt allein geschätzte 12000 Arten von Süßgräsern, zu ihnen zählen auch Nutzpflanzen wie Getreide, Reis oder auch Mais, aber auch das Ackergras, aus dem das Heu gemacht wird. Die anspruchslosen Überlebenskünstler wachsen überall auf der Erde - vom Äquator bis hin zu den Polarkreisen. Gräser wachsen am Wegesrand oder als üppige Solitäre in unseren Gärten. Dies war nicht immer so. Noch bis in die 1950er-Jahre galten Gräser als Unkraut und erst das Standardwerk des Staudenzüchters Karl Foerster „Der Einzug der Gräser und Farne in die Gärten” (1956) machte die Gräser im Garten salopp gesprochen salonfähig. Heute sehen wir Ziergräser wie selbstverständlich als gestalterische Komponente sowohl in Privatgärten als auch im öffentlichen Raum.

Ziergräser und ihre Pflege

Ziergräser unterscheiden sich stark in ihren Eigenschaften. Manche sind winterfest, andere nicht. Manche mögen Hitze und Trockenheit, andere wachsen gut in schattigen Bereichen. Einige Gräser wie das Moor-Pfeifengras  bevorzugen feuchte Böden, andere wie das Silberährengras benötigen trockene, wasserdurchlässige Böden. Manche Grasarten bilden Horste, andere wuchern kriechend im Garten aus. Die Vermehrung der Gräser geschieht durch Teilung. Generell gilt: Ist einmal der richtige Standort gefunden, sind Gräser anspruchslos und pflegeleicht. Ihr Rückschnitt erfolgt am besten immer im Frühjahr, wenn sich das erste frische Grün zeigt. Den Winter über lässt man die Gräser einfach stehen, mit Raureif oder Schnee bedeckt sorgen sie gerade an kalten Tagen für stimmungsvolle Winterromantik im Garten.

Beliebte Ziergräser

Fragen Sie sich beim Anpflanzen immer, was für einen Effekt Sie mit dem Gras erzielen wollen. Benötigen Sie einen üppigen Solitär wie das hochwachsende Pampasgras, welches auch im Winter noch mit seinen auffälligen Wedeln ein dekorativer Blickfang ist? Sehr beliebt ist in diesem Zusammenhang auch das Chinaschilf oder das Hohe Pfeifengras, sie bringen es innerhalb eines Jahres auf eine Höhe von etwa zwei Metern. Oder möchten Sie ein Staudenbeet mit kleineren Ziergräsern akzentuieren? Dann bietet sich z. B. Federgras – auch Engelshaarfedergras genannt -, Lampenputzergras - dessen bürstenartige Blütenstände im Spätsommer die Blicke auf sich ziehen - oder das Japan Silberbandgras, ein dekorativ aufgefächertes Schattengras, an. In naturnahen Gärten dominieren die Gräser, in anderen Gartenkonzepten sind Gräser lediglich eine gestalterische Komponente, jedoch eine, die keinesfalls fehlen sollte. „Gräser und Farne bringen in die Gartenbilder das Wunder des Natürlichen" philosophierte schon der berühmte Gärtner Karl Foerster.

Ziergräser auf Balkon und Terrasse

Auch in Töpfen sehen Ziergräser hübsch und dekorativ aus. Sie untermalen Rosen, setzen Farbakzente zwischen Stauden oder punkten als Solitäre. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Im Winter sollten die Töpfe gut geschützt werden und an frostfreien Tagen sollte man auch an das Gießen denken. Kommen Sie in das Nemann Gartencenter. Dort finden Sie eine große Auswahl an Gräsern und entdecken garantiert auch die passenden Pflanzkübel dazu.