Alles, was Sie über Besteck wissen sollten

Ideenwelt

Die Tafel ist erst dann fertig eingedeckt, wenn auch das Besteck ordentlich liegt.

Was man dabei beachten muss und worauf Sie beim Besteckkauf aufpassen müssen, erzählen wir Ihnen heute in unserem neuen Blogbeitrag.

Besteckarten und wie sie sich unterscheiden

Wie unterschiedlich Besteck in seiner Beschaffenheit sein kann, zeigen wir Ihnen hier. Gängig sind vier unterschiedliche Arten. Sie unterscheiden sich im Material und dementsprechend auch im Preis.

Kunststoff

Wer morgens auf sein Frühstück besteht, kennt den Kunststofflöffel nur zu gut. Das synthetische Material der entweder farbigen oder transparenten Bestecke ist perfekt für den Kontakt mit klebrigen Substanzen wie Marmelade, Honig, Kaviar oder Salatdressing. Es lässt sich leicht reinigen, wobei man darauf achten sollte, dass es nicht mit kochendem Wasser oder aggressiven Pflegemitteln in den Kontakt kommt.

Kunststoffbesteck ist die preisgünstigste Klasse und eignet sich gut für den Haushalt mit Kindern. Da kann auch schon Mal etwas kaputt oder verloren gehen. Und zum Üben wie man Messer und Gabel richtig hält ist es natürlich optimal. Aufgrund seines leichten Gewichts ist es praktisch für Garten-Partys und Picknick.

Edelstahl

Der zweite Vorname von Edelstahl lautet Chrom-Nickel-Stahl. Hochwertiger Edelstahl ist aus diesem Gemisch hergestellt. Edelstahlbesteck gilt als robust, rostfrei  und formstabil.  Aber Vorsicht: das gilt nicht für alle Edelstahlmesser und Co.! Je nach Zusammensetzung der einzelnen Bestandteile Chrom, Nickel, Molybdän und Vanadium entstehen Endprodukte aller Preisklassen – von der einfachen Klinge für die Haushaltsschere bis hin zum unverwüstlichen Cormargan-Steakmesser von WMF.

Der Verkaufspreis ist ein gutes Indiz über die Qualität, die Sie beim Kauf erstehen werden. Ware aus dem unteren Preissegment ist perfekt für Büroküchen, Studenten-WGs oder den pragmatischen Haushalt. Richtig hochpreisiges Edelstahlbesteck sollte jedoch pfleglich behandelt werden.

Versilbertes Besteck

Der Name verrät schon ein wenig über das Herstellungsverfahren. Diese Besteckart ist nicht komplett aus Silber, sondern mit einer Silber-Legierung überzogen. Das Trägermaterial ist meist Edelstahl. Stempelprägungen der Zahlen 90, 100 oder 120 geben Aufschluss über den Feinsilbergehalt. Je höher, desto mehr Feinsilber wurde verwendet. Gut zu wissen: Stark beanspruchte Stellen wie die Zinken oder die Auflagefläche werden extra dick beschichtet. Das ist auch wichtig, denn versilbertes Besteck kann bei falscher Pflege oxidieren.

Diese Besteckart ist selbstverständlich auch eher in einem höheren Preissegment zu verorten. Die auch im Design häufig sehr formschönen Modelle werden mit Vorliebe in der Hotellerie eingesetzt. 

Silberbesteck

Der König unter den Besteckarten. Um einem Irrtum entgegenzuwirken: Silberbesteck ist nie zu 100% aus Silber gefertigt. Es wäre viel zu weich und deswegen nicht gut geeignet für den Einsatz beim Essen und Kochen. Eine Kupferlegierung schafft Abhilfe! Über den Stempel erfahren Sie welcher Feinsilbergehalt vorliegt. Gängig sind die Stempelprägungen 800 sowie 835. Um lange Spaß an einem hochwertigen Silberbesteck zu haben hilft nur eins: pflegen, pflegen, pflegen! Denn: sollte sich die Legierung ablösen, kann das Silber darunter oxidieren oder Flecken bilden. Nichts desto trotz: als Investition, als repräsentatives Accessoire oder als Highlight am Weihnachtsabend: Silberbesteck zaubert immer eine edle Note in ein stilvolles Tisch-Arrangement!

Hier wird es jetzt unter Umständen richtig teuer. Man zahlt mindesten Mal den gängigen Silberpreis, zuzüglich Herstellungskosten. Noch teurer wird es, wenn es sich um Markenartikel oder besondere Designs handelt. Als Erbstücke bleiben Silberbestecke bei guter Pflege über Generationen erhalten.

Jedem Anlass sein Besteck – Vielfalt entdecken

Wer kennt das nicht? Zu einem besonderen Anlass wie einer Taufe oder einem Geburtstag kommen viele Gäste ins Haus zu Kaffee und Kuchen. Was aber fehlt sind Tortengabeln! Stattdessen liegen neben dem zierlichen Porzellan nun die Gabeln mit den langen Zinken. Schöner ist es doch, wenn man sich mit passenden Modellen ausstattet! In praktischen Sets kann man unkompliziert mehrteilige Garnituren erwerben.

Mit der sich sehr veränderten Kaffeekultur, steigt auch die Nachfrage nach neuen Designs in Sachen Besteck. Für die hohen Latte Macchiato-Gläser gibt es Extralöffel, genauso wie für die kleinen Espressotässchen. Superpraktisch! Von Servierbesteck, über Fischbesteck bis hin zu massiven Steakmesser-Sets kann man sich heutzutage sicher sein, das passende Werkzeug zu finden. Kein Essens-Trend, ohne dass nicht gleich das benötigte Besteck dazu geliefert wird. Besonders bezaubernd sind beispielsweise Kinderbesteck-Sets mit niedlichen Motiven am Stiel.

Kleiner Tipp von uns: Sie sind auf einer Hochzeit eingeladen? Dann kann ein personalisiertes Tortenbesteck ein traumhaftes Geschenk sein. Das schafft nicht nur bleibende Erinnerungen, sondern kann auch schon direkt auf dem Fest zum Einsatz kommen.

Der Besteck-Knigge für gute Manieren

Man liest Vieles über gute und schlechte Tischmanieren. Die wichtigsten Regeln, die in Deutschland jeder verstehen wird, besagen wie sie während oder nach dem Essen ihr Besteck auf dem Teller drapieren. Denken Sie sich den Teller als Uhr und legen Sie Ihr Besteck wie folgt:

  • 5-vor-halb-6: nun weiß der Kellner, dass Sie fertig sind mit Essen.
  • 5-vor-halb-8: das Besteck in der rechten Winkelanordnung signalisiert, dass Sie nur ein Päuschen einschieben.

Wir wünschen Ihnen guten Appetit und stehen Ihnen für weitere Fragen zu Messer, Gabeln und Löffeln jederzeit zur Verfügung! Hinterlassen Sie uns einen Kommentar oder sprechen Sie uns im Möbelhaus direkt an für mehr Infos.