Alles über Kiefernholz

Ratgeber

Zeitlose Holzart, die Ruhe und Behaglichkeit ausstrahlt

Kiefernholz – damit assoziieren viele weitläufige skandinavische Wälder ...

... und ein großes Möbelhaus, dessen Karriere mit Kiefernholzmöbeln begonnen hat. Bestimmt erinnert sich so mancher noch an die Kiefernholzära der 70er- und 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts. Damals löste die mit skandinavischem Kuschel- und Wohlfühlflair unterlegte Kiefernholzoptik mit riesigem Erfolg die angestaubte, oft düster und steif wirkende Wohnzimmeratmosphäre der Nachkriegsjahre ab.

Alleskönner Kiefernholz

Der unkomplizierte Allrounder Kiefernholz dient als Bau- und Konstruktionsholz, wird vielfach zum Innenausbau eingesetzt, zu Papier verarbeitet oder als Energierohstoff genutzt. Kiefer ist dabei der Oberbegriff für diverse Baumarten wie Waldkiefer, Schwarzkiefer oder Polarkiefer. Kiefernholz, das zur Möbelproduktion verwendet wird, stammt vor allem aus Skandinavien und Osteuropa. Es gehört zu den weichen Holzarten, ist robust, preiswert, schnellwüchsig und lässt sich problemlos weiterverarbeiten. Das Holz gefällt durch seine Ästigkeit, die den Möbelstücken ein lebendiges, nuanciertes Aussehen verleiht. Im Laufe der Jahre dunkelt es nach. Aufgrund des hohen Harzgehaltes von Kiefernholz sollten spezielle Lacke und Lasuren verwendet werden, damit nach dem Anstrich keine Farbveränderungen eintreten.

Vom Do-it-yourself Regal zum Landhausstil im Shabby-Look

Praktische Regale aus Kiefernholz haben längst in die meisten Haushalte Einzug gehalten. Aber Kiefernholz kann viel mehr als Regalsystem, Sauna oder Billigmöbel. Es ist ein Verwandlungskünstler, der insbesondere auch den Dauerbrenner Landhausstil auf modische Weise neu verkörpern kann, gleichauf mit anderen Holzarten wie Eiche, Ahorn oder Birke. Landhaus, das ist der Traum vom Haus im Grünen, Blick auf weite Landschaften oder einen stillen Waldsee. Dazu kombiniert man heute gerne rustikale Möbel in hellen Farben und in Used-Optik, shabby eben. Ein großer Kiefernholztisch in der Küche, das Gestell weiß lasiert, die Tischplatte naturbelassen und lediglich geölt, darauf ein üppiger Blumenstrauß: das strahlt Behaglichkeit aus und lässt den stressigen Alltag vergessen. Auch inmitten der Großstadt können Sie den Traum vom Landhaus leben – mit Möbeln, die den Landhauscharme in Ihre vier Wände bringen.

Worauf ist beim Kauf von Kiefernholzmöbeln zu achten?

Insbesondere harzreiche Kiefern können Terpene und Aldehyde enthalten, die in die Raumluft entweichen und unter ungünstigen Umständen die Atem- und Verdauungswege reizen könnten. Daher sollte man beim Möbelkauf auf Güte-Siegel wie etwa den Blauen Engel, das Goldene M, Natureplus oder ÖkoControl achten. Das zur Möbelherstellung verwendete Kiefernholz sollte aus nachhaltiger Produktion stammen. Unsere fachkundigen Mitarbeiter beraten Sie gerne.

Pflege Ihrer Kiefernholzmöbel

Kiefernholzmöbel werden meist nur geölt, gebeizt, farblos lackiert oder gewachst, da die schöne Naturmaserung sichtbar bleiben soll, es gibt sie aber auch farbig lackiert. Die Pflege richtet sich nach der Verarbeitungstechnik. Geölte Möbel können mit einem leicht feuchten Tuch abgewischt werden und man sollte sie in regelmäßigen Abständen nachölen. Dies gilt auch für gewachste Oberflächen. Auch diese sollten immer wieder einmal mit Wachs nachbehandelt werden. Gebeizte Oberflächen haben durch die Beize einen gewissen Schutz, eine zusätzliche Oberflächenbehandlung ist empfehlenswert. Am besten gegen Flecken geschützt sind lackierte oder lasierte Möbel. Hier lassen sich Verunreinigungen in der Regel leicht entfernen. Generell sollte man keine aggressiven Reinigungsmittel verwenden. Der Handel hält spezielle Kieferholzreiniger für Sie bereit.